Frauen*streik Aargau
Feministischer Streik im Aargau

Unser feministischer Kampf muss unweigerlich auch ein Kampf gegen die Klimakrise und für Klimagerechtigkeit sein

Denn die Klimakrise verstärkt bestehende Benachteiligungen und damit auch die der Frauen*

Durch die Klimakrise werden Land, Essen und Wasser knapper und deswegen teurer - und 70% der armen Bevölkerung sind Frauen*. 

Die Klimakrise führt zu Wetterextremen, Wetterextreme führen zu Ernteverlusten und Ernteverluste führen dazu, dass nicht mehr genug Geld da ist, um alle Kinder zu ernähren - und in Malawi zum Beispiel werden wieder vermehrt junge Mädchen verheiratet.

Die Klimakrise führt zu Naturkatastrophen - und bei einem Tsunami in Südostasien zum Beispiel sind vier mal so viele Frauen* wie Männer* gestorben. Weil sie seltener schwimmen können, sie zu Hause erst spät davon erfahren, auf der Flucht für Kinder und ältere Familienmitglieder verantwortlich sind oder traditionell enge lange Kleider tragen, die das schwimmer erschweren. 

 Die Klimakrise führt zu heisserem, schwülerem Wetter - und das führt dazu, dass vermeht alte Frauen* sterben.

 

Denn das sozial "Weibliche" ist klimafreundlicher als das "Männliche"

 Frauen* leben nach einer neuen ETH-Studie klimafreundlicher als Männer - sie recyclen eher, kaufen eher Bio, essen vegetarisch, nutzen den ÖV und verbrauchen 25% weniger Strom als Männer - und an Klimakonferenzen sind bloss 30% der Abgeordneten Frauen*. 

 Care-Arbeit ist eine der klimafreundlichsten Arbeiten - und zwei Drittel der Care-Arbeit wird von Frauen* verrichtet, der grösste Teil davon unbezahlt, der bezahlte Teil unter oft prekären Arbeitsbedingungen.

 

Denn Frauen* und die Natur unterliegen in unserem Wirtschaftssystem den gleichen Ausbeitungsmechanismen

 Die weibliche Arbeitskraft und die Umwelt sind zentral für den Erhalt unserer Wirtschaft und Gesellschaft - und das Bruttoinlandprodukt ignoriert unbezahlte Care-Arbeit und belohnt Umweltschäden. Weil ein Waldbrand zum Beispiel zur Erhöhung des BIPs führt, weil zur Löschung, Räumung etc. Lohnarbeit verrichtet wird.

 "Aus der Sicht der Herrschenden [...] ist banalerweise jeweils alles das 'Natur', wofür  sie nichts bezahlen oder bezahlen wollen, was sie nichts (oder möglichst wenig) kosten soll. Das ist alles, was sie sich durch Raub (anstatt Tausch) aneignen können [...]" (Claudia Werlhof)

 Die Ausrichtung unserer Gesellschaft hin zur einer Care-Gesellschaft, wo die Sorge zu Mensch und Umwelt im Zentrum steht, statt der Profit einiger weniger, ist also im Sinne sowohl der feministischen als auch der Klimabewegung. Für eine lebenstaugliche und lebenswerte Welt - heraus zum Frauen*streik am 14. Juni!

Klimastreikblock am Frauen*streik Aargau

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